»Lasst die Kirche im Dorf«
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Ein gravierender Priestermangel führt im Bistum Augsburg zu drastischen Maßnahmen. Bis zum Jahr 2025 sollen die bestehenden 1000 Pfarrgemeinden zu rund 200 größeren Einheiten zusammen gelegt werden. Eucharistiefeiern sind dann nur noch an zentralen Orten vorgesehen. Längst regt sich Widerstand. Am zweiten Fastensonntag umarmten jetzt Gläubige in über 150 Pfarrgemeinden ihre Kirche. Ein symbolisches Bekenntnis zur Kirche am Ort.
Im Bistum Augsburg leben 1,36 Millionen Katholiken in 1000 Pfarrgemeinden. Sie werden von knapp 670 Priestern betreut, Tendenz fallend. Ein akuter Mangel an Priestern beschäftigt die katholische Kirche bereits heute; in den kommenden Jahren wird sich die Situation weiter verschlechtern, denn über die Hälfte der aktiven Priester ist bereits über 70 Jahre alt.
jan sobieski 29.08.2012:
Machen wir uns mal nichts vor. Das Gemeindesterben ist nicht durch einen angeblichen Priestermangel verursacht, sondern durch die Schrumpfung der Zahl der Gläubigen. Hinzu kommt noch dass unsere Pfarrer ihren Dienst als einen 0815 Job auffassen. Den sie sich fürstlich entlohnen lassen und immer mehr Freizeit benötigen, um die Silberlinge wieder dem Wirtschaftskreislauf zuführen zu können.
Das ist das wahre Problem unserer Kirche!
Und als ob die Lage nicht schlimm genug wäre, kommen jetzt auch noch immer mehr hervorragend vernetzter Neusenioren auf den Markt, die ihren Ruhestand unbedingt dafür nutzen wollen, die RKK in Deutschland endgültig zu zerschlagen und in einen bunten Teppich von Freikirchen zu verwandeln. In denen sie dann allen "Annehmlichkeiten" frönen können, die sie in der Kirche bisher vermissten.
Das ist das Ergebnis von 25 Jahren Zerstörungswerk durch die Kryptoprotestanten Lehmann & Zollitsch/Langendörfer!
Peter Voit 29.08.2012:
Wer hätte etwas gegen eine Liebeserklärung an die Kirche vor Ort?? Mit der Formulierung "die Kirche im Dorf lassen" wird jedoch eine Redensart aufgegriffen, in der noch etwas anderes zur Sprache kommt. Altkanzler Helmut Schmidt sprach es kürzlich - es ging um den Euro und um Griechenland - gegenüber dem Genossen Steinbrück aus: "Also, wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen ..." Eine Liebeserklärung an die "Una Sancta" war das wohl kaum. Schon immer wollten auch jene die Kirche im Dorf lassen, die ihre Pläne möglichst ungestört umzusetzen gedenken.
Und wer wie die Friedberger Pfarrei St. Jakob mit dem Spruch "Freut euch, wir sind Gottes Volk" für die Aktion wirbt, dürfte noch ein anderes Süppchen auf dem Herd haben als den Erhalt der Kirche vor Ort.
Peter Voit 29.08.2012:
Ja, so heißt es, "zwei oder drei in meinem Namen". Aber damit doch wohl im Namen dessen, über den es im Brief von Paulus an die Philipper heißt: "Er wurde gehorsam bis zum Tode, bis zum Tod am Kreuz."?
Renate Holmes 29.08.2012:
Vielleicht gibt es dieser Hinsicht ja sogar Hoffnung aus dem Vatikan. Wie Radio Vatikan gestern meldete, hat der "Heilige Stuhl" die Schließung von 13 Pfarreien durch den Bischof von Cleveland für ungültig erklärt. Nach Agenturangaben spricht die zuständige Kleruskongregation von Formfehlern beim Vorgehen des Bischofs Richard Lennon. Ausführlicheres bei http://votf.org/FutureChurchStatementonVaticanClevelandDecisions.pdf
Ellinor Stanner 29.08.2012:
... heißt es nicht "wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen" ? ...