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Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!)
Sehr geehrteFrau Müller-Goldschmitz

vom 12.01.2018
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Haben Sie herzlichen Dank für die Bestellung eines jungen Sklaven (höchstens 25 Jahre alt) aus Libyen. Ich versichere Ihnen, Sie sind bei uns in guten Händen. Unser Unternehmen hat eine jahrhundertealte Tradition im Sklavenhandel. Es war war bereits bei Sklavenbeschaffungen während der Kreuzzüge aktiv, ebenso später bei der Lieferung von Sklaven aus Afrika für nordamerikanische Plantagen. Zudem haben wir Tausende von Hereros in europäische Herrschaftshäuser importiert. Ihr dringender Wunsch nach einem wohlerzogenen Arbeitssklaven für Garten- und Hausarbeiten, zum Holzhacken, Autowaschen und als Kofferträger ist nur allzu verständlich. Auch für Präsentationszwecke in der höheren Gesellschaft sind Sklaven als Hausdiener gut erziehbar. Sie erlangen mit einem gut aussehenden und gebildeten Sklaven garantiert hohe Reputation in Ihrem Bekanntenkreis. Der libysche Sklave ist übrigens anspruchslos. Ein alter Gartenschuppen mit einem Flachbildfernseher und ein Handy genügen ihm.

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