Das Paradies der Else Lasker-Schüler
Man sagt, dass wir Menschen die Welt nur einmal kennenlernen: als Kinder. Alles andere, was wir später zu sehen und zu erfinden glauben, sind Ausgestaltungen dieser ersten Bilder, die sich in die Seele brennen: das Haus, in dem man aufwächst, die Eltern und Geschwister, der Wald, in dem man spielt, die Straßen und Treppen der Stadt und ihre Bewohner, arme und reiche – und der Fluss, trüb und giftig vom Brauchwasser der Färbereien an seinem Ufer. Solche Bilder stehen auch am Anfang der Ausstellung »Else Lasker-Schüler – ›Prinz Jussuf von Theben‹ und die Avantgarde« im Wuppertaler Von der Heydt-Museum. Sie sind der Grundstock für die üppige Fantasiewelt der Dichterin. Dass diese auch als expressionistische Zeichnerin Avantgarde war, zeigt die Ausstellung mit Fokus auf ihren zahlreichen Bildern. Die kindlichen Impressionen ihrer Heimatstadt Wuppertal ziehen sich durchs Gesamtwerk.
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