Erneut Gewalt gegen Christen in Indien
Indische Christinnen und Christen waren in den vergangenen Wochen wieder vermehrt religiöser Gewalt ausgesetzt. Im Bundesstaat Chhattisgarh gebe es organisierte Kampagnen zur Zwangs-Konversion zum Hinduismus, heißt es in einem Bericht des »Centre for Study of Society and Secularism«, aus dem mehrere indische Zeitungen zitieren. Vertreter der Zivilgesellschaft sprachen von Angriffen auf Dörfer, in denen vor allem indigene Adivasi leben, viele von ihnen sind Christen. Mitte Dezember habe ein gewalttätiger Mob sie mit Stöcken geschlagen, aus ihren Häusern vertrieben und einige von ihnen unter Zwang einem Konversionsritual ausgesetzt, heißt es im Untersuchungsbericht mehrerer Nicht-Regierungs-Organisationen. Mehr als zwei dutzend Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Über tausend Menschen seien von der Gewalt betroffen. Die Verwaltungsbehörden hätten nicht schnell genug reagiert, kritisiert der Bericht: Schon vor Monaten hätten radikale Hindu-Nationalisten Drohungen ausgesprochen.
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