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Vorbild bei der Migration
Oh, wie schön ist Kanada

Das Land gilt als Vorbild in der Einwanderungspolitik, bei der Cannabislegalisierung und bei vielen Themen, die auch uns beschäftigen. Macht Kanada wirklich so viel richtig? Oder dient es uns nur als Projektionsfläche für die gute neue Welt?
von Ulrike Scheffer vom 14.01.2024
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Skyline von Toronto: Kanada versteht sich als Land der Einwanderer (Foto: istock by Getty / Katsuhiro Kojima)
Skyline von Toronto: Kanada versteht sich als Land der Einwanderer (Foto: istock by Getty / Katsuhiro Kojima)

Ein Gemeindesaal voll aufgekratzter Menschen aus allen Teilen der Welt. Einige Frauen tragen farbenprächtige Saris oder wallende afrikanische Kleider. Es sind Einwanderer, die in einer feierlichen Zeremonie als Neubürger Kanadas begrüßt werden. Veranstaltungen wie diese haben in Kanada Tradition und werden vielfach in sozialen Netzwerken geteilt. Vor allem, wenn sie eine besondere Wendung nehmen, denn manchmal tritt bei einer solchen Feier ein Mann hinter dem Vorhang auf der Bühne hervor, den niemand erwartet hat: Justin Trudeau, seit acht Jahren Premierminister Kanadas. Meist wird er mit Jubelstürmen begrüßt. Trudeau sagt dann Dinge wie: »Danke, dass Sie Kanada ausgewählt haben.« Oder: »Wir definieren uns nicht über unsere Herkunft, sondern über die Werte, die wir teilen.«

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