Personen und Konflikte
Mario Grech, Kurienkardinal im Vatikan und zuständig für die Organisation der Weltsynode, hat den Widerstand gegen das Projekt beklagt. Anfangs seien vor allem die Bischöfe dagegen gewesen, weil sie befürchteten, dass die Beteiligung des Volkes Gottes zu einer Art Demokratisierung der Kirche führen würde. Inzwischen seien aber viele von ihnen aufgrund der Erfahrungen im Vorbereitungsprozess davon überzeugt, dass es sich um ein gutes Projekt handele, sagte er der Zeitschrift Vita Pastorale. Die größten Schwierigkeiten gebe es im Klerus, und da vor allem unter den jüngeren Priestern. Die Laien hätten überwiegend mit großem Enthusiasmus reagiert. In einem posthum veröffentlichten Beitrag in der britischen Zeitschrift The Spectator hat der kürzlich verstorbene australische Kardinal George Pell die Weltsynode als »toxischen Albtraum« bezeichnet. Das vom Vatikan erstellte Arbeitsdokument sei »einer der inkohärentesten Texte, der je aus Rom verschickt wurde«. Es stehe der apostolischen Tradition »feindselig« gegenüber und sei in »neomarxistischem Jargon verpackt«. Anfang Februar findet in Prag ein Vorbereitungstreffen der europäischen Ortskirchen statt.
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