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Im Bilde

Zwei Punkte, eine Linie: ein Gesicht. Das Gehirn kapiert schnell. Und die Welt lächelt uns häufiger an, als wir denken.
von Birgit-Sara Fabianek vom 11.02.2026
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Tellergericht mit Tellergesicht (Foto: shutterstock/2023 Fodor Tamas90)
Tellergericht mit Tellergesicht (Foto: shutterstock/2023 Fodor Tamas90)

Zwei Spiegeleier auf dem Teller, so gelandet, dass die Eigelbe Augen bilden und der Speck zum Mund wird – zack, lächelt mich jemand an. Und ich? Lächle unwillkürlich zurück. Ob grinsende Paprikaschoten oder erstaunte Waschmaschinen-Visagen: Unser Gehirn braucht nur eine Linie und zwei Punkte – schon konstruiert es ein Gesicht. Paréidolie heißt dieses Phänomen. Im Laufe der Evolution optimierte unser Hirn die Gesichtserkennung, um schneller zwischen Mensch und Raubtier zu unterscheiden. Nebeneffekt: Auch Baumstümpfe, Steckdosen und Wolken bekommen plötzlich Physiognomien. Eine liebenswürdige Macke eigentlich. Gerade in Zeiten schlechter Nachrichten sollten wir diese Fähigkeit mehr schätzen. Denn die Welt lächelt uns öfter an, als wir denken. Lächeln wir einfach zurück.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 3/2026 vom 13.02.2026, Seite 2
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Schlagwort: Gehirn
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