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Epstein-Akten
Verrottete Elite

Die Epstein-Akten geben Populisten und Verschwörungs-Erzählern reiche Nahrung. Der Schaden für Demokratien ist immens. Ein Kommentar.
von Constantin Wißmann vom 09.02.2026
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Epstein-Akten: Wahrgewordene Verschwörungsmythen. (Foto: picture alliance / Sipa USA)
Epstein-Akten: Wahrgewordene Verschwörungsmythen. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Pizzagate ist der Name eines Verschwörungsmythos, der dazu beitrug, dass Hillary Clinton bei den US-Wahlen 2016 gegen Donald Trump verlor. Laut dieser Theorie gab es einen Ring vor allem von US-Demokraten mit Hillary Clinton als eine Art satanischer Gestalt an der Spitze, die junge Mädchen zu Sexspielen unterhielten. Vernünftige Menschen taten das als absurde Gruselstory ab, doch bei vielen verfing sie. Ihre Vorstellung: Die Angehörigen der Elite, »die da oben« also, seien moralisch verkommen, würden schauerliche Verbrechen begehen im sicheren Gefühl, ihnen würde nichts passieren. Nun, zehn Jahre später, nachdem immer mehr Ungeheuerliches aus den Akten um den Sexualverbrecher Jeffrey Epstein zutage kommt, ist festzuhalten: Die Verschwörungsmythiker hatten im Kern recht. Zwar spielten sich die Verbrechen nicht in Washington ab, dafür aber auf der Karibikinsel Little Saint James. Und Hillary Clinton kommt in den Epstein-Akten zwar nicht vor, dafür aber ihr Mann Bill. Und zahlreiche andere mächtige Männer aus Adel, Geld und Politik aller Couleur.

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Schlagwort: Demokratie
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