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Organisiertes Verbrechen

Das alte Regime schlägt zurück: Drei deutsche Frauen erleben das Fußballmassaker in Ägypten
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Seit fünf Monaten sind wir in Kairo. Wir betreuen Menschen mit Behinderung in einer Einrichtung der koptischen Kirche. Unser Heim befindet sich in dem eher wohlhabenden, ruhigen Stadtteil »Heliopolis«. Seit September leisten wir hier eine Art »Freiwilliges Soziales Jahr«, und anfangs war es relativ ruhig in Kairo. Natürlich wurde im Heim über die Proteste auf dem Tahrir-Platz gesprochen. Der Tahrir ist zudem ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der regelmäßig durch Demonstrationen lahmgelegt wird. Einige »unserer« Kinder sind nur tagsüber bei uns. Sie werden mit Bussen zu uns gebracht, was während großer Demonstrationen nicht möglich ist. Aber wirklich beunruhigend war das nicht. Auch der antikoptische Brandanschlag von Assuan am 30. September führte bei uns zwar zu heftigen Diskussionen, aber keineswegs zu einem Gefühl, bedroht zu sein oder gar in Gefahr zu schweben. Leider gibt es sehr ernste Spannungen zwischen Kopten und Muslimen, aber – und das wird häufig nicht gesehen – hier in Kairo ist das Miteinander von Muslimen und Kopten seit Jahrhunderten selbstverständlich. Gemeinsame religiöse Feiertage werden gemeinsam gefeiert.

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Schlagwörter: Ägypten Revolution
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