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Schluss mit dem Verdrängen

Missbrauchsforscher starten ein weltweites Aktionsprogramm gegen sexuellen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche
von Thomas Seiterich vom 04.05.2012
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Zwei Männer spielen »Stille Post«. Sie tun das - im April 2011 - während einer Sitzung der Arbeitsgruppe »Ausbildung und Lehre« des Runden Tisches »Sexueller Kindesmissbrauch« der Bundesregierung in Berlin. Hans Zollner ist leicht zu erkennen in der Runde der Experten, denn der Psychologieprofessor trägt die Kalkleiste, den Priesterkragen. Zollner ist Jesuit und Vizerektor der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Er leitet dort das Institut für Psychologie. Während der 46-Jährige dem Vortrag von Professor Jörg Fegert über ein E-Learning-Projekt zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs lauscht, schiebt ihm der Ulmer Bildungsforscher Hubert Liebhardt über den Tisch ein Papier zu. Darauf stehen Liebhardts Daten, ergänzt um den hingekritzelten Vermerk, er sei im Privatleben Diakon in der Susogemeinde, einer progressiven Pfarrei auf dem Ulmer Eselsberg.

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Schlagwörter: Kirche Prävention
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