Dammbruch in Bayern
Als einen »absoluten Dammbruch« hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche die Räumung eines Kirchenasyls in Augsburg bezeichnet. In der vorherigen Woche hatten Polizeibeamte eine alleinerziehende Tschetschenin mit vier Kindern zwischen 4 und 14 Jahren aus einer katholischen Kirchengemeinde abgeholt. Die Abschiebung der Frau nach Polen sei ein »Skandal«, erklärten der Bayerische Flüchtlingsrat, das bayerische Ökumenische Kirchenasylnetz und Asyl in der Kirche. Damit sei das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen ignoriert worden. Kirchenasyle seien nun nicht mehr vor Räumungen sicher. Die letzte Räumung eines Kirchenasyls in Bayern erfolgte im Jahr 1996.
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