Ein Bistum rechnet sich arm
Das Erzbistum Köln hat seine Vermögensbilanz veröffentlicht – und kommt auf ein Bilanzvolumen von stolzen 3,35 Milliarden Euro. Das Ganze wird nach den Regeln der doppelten Haushaltsführung erhoben: Links stehen die Vermögenswerte, seien es Immobilien, Beteiligungen oder Wertpapiere. Rechts steht, wofür man das ganze Geld braucht: Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinden, Rückstellungen und Rücklagen für Pensionen, Bauerhaltung und Einnahmenschwankungen. Doch es bleiben 823 Millionen Euro Bistumskapital übrig – ohne jede Zweckbindung. Das entspreche in etwa dem Sachkapital auf der linken Seite der Bilanz, den Häusern und Grundstücken im Wert von 646 Millionen Euro, sagte Finanzdirektor Hermann Schon am Aschermittwoch vor Journalisten. Für kühle Rechner bleibt da eine Differenz von 177 Millionen Euro: eine stolze Kriegskasse.
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