Religiös und weltoffen
Türkise Kuppeln blitzen zwischen vier hoch aufragenden Minaretten von einer Anhöhe im Zentrum der Stadt. Unterhalb, auf einem geräumten Parkplatz drängeln sich die Leute vor einer Bühne. Sie wollen den ehemaligen Fußballstar Ronaldinho sehen. Als der Brasilianer auf die Bretter tritt, feiern sie ihn. Er soll ein Fußballwochenende eröffnen, einen kleinen Park mit Stationen zum Spielen. Es ist kühl. Der Bürgermeister souffliert dem Gast auf Russisch: »Der Park ist offen!« Die Menge applaudiert. Das hätten sie sich nicht träumen lassen, werden zwei Frauen später fürs lokale Fernsehen in die Kamera sagen. Vor ihnen stand Ronaldinho, einst Weltmeister und Champions-League-Sieger, hier in Kasan, an der Wolga, rund 800 Kilometer östlich von Moskau. Nun wartet Kasan auf den Hauptakt: Die Hauptstadt der Teilrepublik Tatarstan ist einer von elf Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft von Mitte Juni bis Mitte Juli.
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