Zwischenruf zur Fastenzeit
Unser täglich Schnitzel
Gerade war ich im Landeskirchenamt. Ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Dort gibt es auch eine Kantine, in der viele Mitarbeiter zu Mittag essen. Interessiert schaue ich auf den Speiseplan und muss feststellen: Auch im Zeitalter des Klimawandels hat sich bei der Kirche nichts geändert. Jeden Mittag gibt es mindestens ein Fleischgericht aus konventioneller Tierhaltung im Angebot. Zufällig treffe ich jemanden, der im Ausschuss sitzt, der über das Angebot der Kantine entscheidet. Ich frage nach, warum denn kein Fleisch aus biologischer Tierhaltung verwendet würde, wenn denn schon jeden Mittag Fleisch im Angebot sein müsse. Ich erfahre, dass es dafür nur einen Grund gibt: »Zu teuer!«
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Gudrun Spahn-Skrotzki, geboren 1969, promovierte zu umweltethischen Fragestellungen. Sie arbeitet an der Universität Kassel am Institut für Evangelische Theologie. Dort hat sie das »Informationszentrum Verantwortlich Handeln« gegründet.
