Wenn das Ohr heiß wird
Ein italienisches Arbeitsgericht sorgte im April vergangenen Jahres für Aufsehen. Der 56-jährige Fernmeldetechniker Roberto Romeo, der in der Nähe der Stadt Turin lebt, hatte auf Anerkennung seiner Hörschädigung als Berufskrankheit geklagt. Zwischen 1995 und 2010 arbeitete Romeo für eine Telefongesellschaft und koordinierte mit seinem Handy die Einsätze der Techniker des Unternehmens. »Über vier Stunden jeden Tag« drückte er bei der Arbeit sein Diensthandy ans Ohr. Als im Jahr 2010 sein linkes Ohr plötzlich taub wurde, stellten die Ärzte ein gutartiges Geschwür des Hörnervs fest. Seit es entfernt wurde, hat Romeo einen Teil seines Hörvermögens verloren. Die Richter sprachen ihm deshalb eine Rente wegen Berufsunfähigkeit zu. Die Nachricht verbreitete sich in ganz Europa. »Verursacht Mobiltelefonie doch Krebs?«, fragte beispielsweise ein britisches Magazin.
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