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»Die Kirche kann es nicht allein!«

vom 26.02.2021
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Betroffene von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche fordern in einer Petition an die religionspolitischen Sprecher der Bundestagsparteien Unterstützung bei der Aufarbeitung von Missbrauch in den Kichen. Aufarbeitung sei keine »innerkirchliche Angelegenheit«, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die beiden zurückgetretenen Mitglieder des Betroffenenbeirats im Erzbistum Köln, Patrick Bauer und Karl Haucke, sowie der Sprecher der Initiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch, haben die Petition gestartet. Sie fordern die Einsetzung einer Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission durch das Parlament, die den Aufarbeitungsprozess in den Kirchen mit Vollmachten begleitet. Die Autoren regen die Gründung eines »Opfergenesungswerkes« an. Die bisherigen freiwilligen Zahlungen der beiden Kirchen an Betroffene von Missbrauch seien ungenügend. »Für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) muss eine klare institutionelle Verantwortungsübernahme durchgesetzt werden statt intransparent festgelegter ›individueller Leistungen‹.« Zuletzt hatten die evangelischen Landeskirchen und die Diakonie in Nordrhein-Westfalen solche in der Höhe unverbindlichen Leistungen beschlossen. Der Betroffenenbeirat der EKD war bei der Entscheidung dazu nicht gehört worden.

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