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Ilker Çatak
Deutscher zweiter Klasse, selbst mit Oscar-Nominierung

Regisseur Ilker Çatak vertritt mit »Das Lehrerzimmer« Deutschland bei den Oscars – und fühlt sich von den Medien ignoriert wegen seiner Herkunft.
von Constantin Wißmann vom 10.03.2024
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»Wir reden von Rassismus«: Ilker Çatak(Foto: PA / AP / Invision/Chris Pizzello/Invision)
»Wir reden von Rassismus«: Ilker Çatak(Foto: PA / AP / Invision/Chris Pizzello/Invision)

So deutsch wie wohl noch nie werden die diesjährigen Oscars geprägt sein. Für viele Medien eine schöne Gelegenheit, einmal wieder in Kulturpatriotismus zu verfallen. Sandra Hüller ist als beste Schauspielerin nominiert, Oscar-Veteran Wim Wenders geht für Japan beim besten Auslandsfilm ins Rennen, in Konkurrenz zu İlker Çatak, 1984 in Berlin geboren, der mit »Das Lehrerzimmer« auch offiziell Deutschland vertritt. »Wir sind Oscar« könnte man schreiben, wenn es nicht so abgeschmackt wäre. Nur einer mag sich nicht mehr so richtig freuen, im Gegenteil, in ihm hat sich eine ordentliche Wut angestaut. Als İlker Çatak diese Wut in Form eines Artikels in der »Zeit« nach außen trug, da ging ein gehöriges Beben durch die ohnehin schon von zahlreichen Antisemitismus-Debatten ordentlich durchgeschüttelte Kulturlandschaft.

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Schlagwörter: Deutschland Film Rassismus
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