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Energie auf dem Holzweg

vom 23.03.2018
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In Afrika stammt bis heute ein Großteil der Energie aus Holzkohle, wie hier in Mali. In vielen Ländern südlich der Sahara ist Holz die einzig verfügbare Energie, in der Demokratischen Republik Kongo etwa hat nur jeder elfte Einwohner Anschluss ans Stromnetz. Um an Holz zu gelangen, reicht dagegen im Zweifelsfall die eigene Arbeitskraft: Ein gefällter Baum ergibt zwei Säcke Holzkohle. Damit kann eine Familie zwei Monate lang kochen. Nur: Das Verfeuern von Holz gilt weder als nachhaltig noch als umweltfreundlich. Was fehlt, sind Alternativen. Die Versorgung mit Flüssiggas oder Strom funktioniert häufig nicht, Experimente mit Solarkochern und verbesserten Feuerstellen können sich gerade ärmere Haushalte oft nicht leisten. Solange Lösungen die komplexen Zusammenhänge der Holzkohleproduktion nicht berücksichtigen, wird der Bedarf an Holzenergie in Afrika daher weiter steigen.

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