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Zum Tod von Jürgen Habermas
Die unvollendete Moderne

Jürgen Habermas hat sich als öffentlicher Intellektueller für eine Demokratie eingesetzt, die ein Ort der kommunikativen Vernunft ist. Was bleibt von ihm in einer Zeit, in der sich die Menschen in ihre Blasen zurückziehen?
von Martin Breul vom 19.03.2026
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Ein großer Streiter für Demokratie und Moderne: Jürgen Habermas. (Foto: Pa/SZ Photo/Johannes Simon)
Ein großer Streiter für Demokratie und Moderne: Jürgen Habermas. (Foto: Pa/SZ Photo/Johannes Simon)

Jürgen Habermas war in seinem langen Leben nie nur Wissenschaftler, sondern immer auch ein öffentlicher Intellektueller. Er hat zahlreiche politische Debatten geprägt. Habermas debattierte mit Studierenden der 68er-Bewegung; er mischte im Historikerstreit 1986 mit, wo er Tendenzen in der deutschen Zeitgeschichtsschreibung kritisierte, den Holocaust als eine Tat unter vielen grausamen Taten zu verharmlosen. Beharrlich warb er für ein vereintes Europa, hinterfragte biotechnologische Fantasien und warf bis zuletzt kritische Blicke auf die Militarisierung der Gesellschaft sowie die Digitalisierung der politischen Öffentlichkeit. Kein anderer Intellektueller hat die politischen Debatten in Deutschland so lange und so sehr beeinflusst.

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