Geist und Sinn
Was für ein Unsinn
Das ist kein Gedicht mit Reim und Rhythmus, keine wohlige Lyrik. Eher ein Bühnenstück, eine Kontroverse in vier je fünfzeiligen Strophen, ein Drama. »Sie« und »er«. Die beiden reden wohl miteinander. Und dann streiten sie plötzlich über eine Glaubensfrage. Obwohl: Eigentlich streiten nicht die beiden. Denn »sie« kommt zu Wort nur in der ersten Zeile. Mit ihrem Glaubensbekenntnis an eine Auferstehung hebt die Gegenstimme an. Und »er« hört nicht auf: »fuchsteufelswild«, er schreit voller Wut, »die Tränen in den Augen«.
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Christoph Strack ist Redakteur bei der Deutschen Welle, Fachmann für Religions- und Kulturfragen, und liebt Gedichte. Quelle: »Tagewerk« von Eva Avi-Yonah (rainStein Verlag). Im Buchhandel und online unter www.rainStein.de erhältlich.

