Menschenrechte und Sport
Kein Fußball in Katar
Journalistinnen und Journalisten in der Bundeshauptstadt erhalten seit einigen Monaten regelmäßig Post aus Katar. Eine deutsche PR-Agentur verschickt im Auftrag der Botschaft des Emirats E-Mails, in denen über die Fortschritte bei der Planung der Fußball-WM 2022 berichtet wird. Zuletzt teilte der Botschafter mit, dass in seinem Heimatland künftig Mindestlöhne für ausländische Arbeitskräfte gelten sollen. Er nennt das einen »Meilenstein in der Vorbereitung der Fifa-Weltmeisterschaft«. Sein Land sende damit das Signal, dass Ausbeutung nicht akzeptiert werde. Das ist eine dreiste Lüge, denn tatsächlich waren und sind die Arbeits- und Lebensbedingungen für ausländische Arbeitskräfte dort menschenverachtend. 6500 Arbeiter sind beim Bau der WM-Stadien gar zu Tode gekommen. Dass die Regierung jetzt, da die Arenen praktisch fertig sind, Verbesserungen ankündigt, ist geradezu zynisch.
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