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Meinung
Sündenfall im Irak

Saddam Hussein war ein Menschenschlächter, doch der Krieg westlicher Mächte gegen ihn war ein Unrecht. Und hat auch Putin ermutigt, aufs Recht des Stärkeren zu setzen.
von Matthias Drobinski vom 04.04.2023
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Ein Sieg, der ins Desaster führte: Das Ende des Diktators Saddam Hussein brachte dem Irak nur neue Gewalt (Foto: pa/ap/Jerome Delay)
Ein Sieg, der ins Desaster führte: Das Ende des Diktators Saddam Hussein brachte dem Irak nur neue Gewalt (Foto: pa/ap/Jerome Delay)

Dieser Krieg begann mit Lügen, brachte Hunderttausende Tote und gebar schier endlose Gewalt. Am 9. April 2003 besetzten Truppen einer »Koalition der Willigen« Bagdad, die Hauptstadt des Iraks. Um 18 Uhr bedeckte ein Soldat der US-Army die große Statue Saddam Husseins mit dem Sternenbanner und der Fahne des Iraks, ehe ein Panzer das Denkmal zum Einsturz brachte. Am Ostersonntag ist das 20 Jahre her. Wer fragt, warum viele Menschen auf der Welt dem Westen nicht glauben, wenn er behauptet, das Menschenrecht im Sinn zu haben, findet die Antwort im Irak-Feldzug des US-Präsidenten George W. Bush. Es war das größte Verdienst des Bundeskanzlers Gerhard Schröder, die Deutschen aus diesem Krieg herausgehalten zu haben.

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