Meinung
Sündenfall im Irak
Dieser Krieg begann mit Lügen, brachte Hunderttausende Tote und gebar schier endlose Gewalt. Am 9. April 2003 besetzten Truppen einer »Koalition der Willigen« Bagdad, die Hauptstadt des Iraks. Um 18 Uhr bedeckte ein Soldat der US-Army die große Statue Saddam Husseins mit dem Sternenbanner und der Fahne des Iraks, ehe ein Panzer das Denkmal zum Einsturz brachte. Am Ostersonntag ist das 20 Jahre her. Wer fragt, warum viele Menschen auf der Welt dem Westen nicht glauben, wenn er behauptet, das Menschenrecht im Sinn zu haben, findet die Antwort im Irak-Feldzug des US-Präsidenten George W. Bush. Es war das größte Verdienst des Bundeskanzlers Gerhard Schröder, die Deutschen aus diesem Krieg herausgehalten zu haben.
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