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Bluttests vor der Geburt
Von der Ausnahme zur Regel

Für Schwangere sind sie inzwischen Standard: NIPT-Tests auf Trisomie. Das hat fatale Folgen, beklagt die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt: Behinderte werden aussortiert.
von Ulla Schmidt vom 17.04.2026
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Protest gegen den Test: Menschen mit und ohne Behinderung demonstrieren in Berlin. (Foto: PA / SZ Photo / snapshot-photography / M.Czapski)
Protest gegen den Test: Menschen mit und ohne Behinderung demonstrieren in Berlin. (Foto: PA / SZ Photo / snapshot-photography / M.Czapski)

Vor knapp vier Jahren, am 1. Juli 2022, wurde ein nichtinvasiver Pränataltest (NIPT) zur Kassenleistung. Mit dieser Untersuchung wird genetisches Material des ungeborenen Kindes aus dem Blut der Mutter vervielfältigt und untersucht. Daraus lassen sich zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft erhöhte Wahrscheinlichkeiten für das dreifache Vorhandensein bestimmter Chromosomen feststellen, die eine Trisomie 21, 18 und 13 anzeigen können. Diese Methode ist genauer als die bisher verfügbare Kombination aus Blutwerten und Ultraschalluntersuchung (Ersttrimesterscreening). Für eine Diagnose ist jedoch weiterhin die Gewinnung kindlicher Erbsubstanz durch eine Fruchtwasseruntersuchung oder eine Biopsie des Mutterkuchens erforderlich.

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