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»Denkt an uns, auch wenn wir gestorben sind«

Olessia, Lena, Sascha, Kostia, Natascha, Tania, Linda und all die anderen … die Gesichter dieser Kinder darf niemand vergessen. Zur Erinnerung an die Opfer von Tschernobyl
von Doris Weber vom 06.05.2011
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Im Reaktorblock vier des Kernkraftwerks Tschernobyl leuchten hundert rote, grüne, weiße, gelbe und blaue Kontrolllampen auf. Die Brennstäbe schmelzen, es folgt eine gewaltige Explosion. Die Reaktordeckplatte mit tausend Tonnen Gewicht wird in die Luft geschleudert. Das Dach des Gebäudes hebt sich. Zwei Detonationen – und der Reaktorkern fliegt auseinander. Grafit wird in Brand gesetzt, Brennstoff auf das Dach geschleudert. Metallbrocken lagern jetzt auf der Dachfläche und strahlen. Das radioaktive Material schießt in die Atmosphäre. »Es war, als könnte man die Strahlung sehen, die Lichtblitze flackerten auf und schienen herumzuhüpfen, Materialstücke sprühten wie Wunderkerzen«, schildert später der Werkskommandant Major Leonid Teljatnikow das Inferno.

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