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Sozialprotokoll
Vom Arzt zum Patienten

Thomas Bein (67), Intensivmediziner am Universitätsklinikum in Regensburg, erkrankte 2015 an Knochenkrebs. Der Rollenwechsel war nicht einfach für ihn - aber lehrreich.
von Annette Lübbers vom 10.05.2021
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Thomas Bein geht es inzwischen besser. Arbeiten kann er wegen seines geschwächten Immunsystems derzeit aber nicht. (Foto: Fotohaus Zacharias in Regensburg )
Thomas Bein geht es inzwischen besser. Arbeiten kann er wegen seines geschwächten Immunsystems derzeit aber nicht. (Foto: Fotohaus Zacharias in Regensburg )

Dieser Rollenwechsel war kein leichter für mich. Für uns Ärzte scheint der Umgang mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einfach nicht zur emotionalen Ausstattung zu gehören, obwohl der rationale Anteil in uns natürlich weiß: Es kann auch dich treffen. Wie so viele andere ging ich damals erst nach der dritten Aufforderung zur betriebsärztlichen Untersuchung. Ich hatte – wie ich fand – wirklich Wichtigeres zu tun: die Arbeit mit den Patientinnen und Patienten, wissenschaftliche Meriten sammeln, Vorlesungen und Seminare halten. Was Ärzte auf dem Höhepunkt ihrer Laufbahn halt tun. Reine Routine, dachte ich. Und war folglich wenig vorbereitet auf das, was mir wenige Tage später per Brief mitgeteilt wurde: abnorm niedrige, kaum messbare weiße Blutkörperchen – Knochenmarkkrebs.

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