»War das nicht mal alles ganz anders gedacht?«
Rainer Vor rieb sich verwundert die Augen. Die Veranstaltung passe nicht so richtig ins Programm des bevorstehenden Evangelischen Kirchentages in Dresden, hieß es da. Das jedenfalls sei die Entscheidung eines Gremiums, das das Anliegen geprüft habe. Dabei hatte der Vorsitzende der renommierten Leipziger Stiftung Friedliche Revolution mit allem, nur nicht mit einer Absage gerechnet. Nicht nur, weil er glaubte, das Thema »Wir sind das Volk« passe ins Programm des Christentreffens in der Elbestadt. Schließlich waren ja auch dort die Bürger 1989 im Anschluss an die Friedensgebete auf die Straße gegangen. Hatten mit Kerzen und Gebeten »ein Wunder biblischen Ausmaßes erlebt«, wie Christian Führer von der Stiftung gern erinnert.
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