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Petition
Über den einen Wal hinaus denken

Weiterdenken, grundsätzlicher: Das fordert eine Petition gegen Geisternetze. Und eine feministische Initiative warnt vor emotionaler Erschöpfung, die davon abhält, sich gegen Menschenfeindlichkeit einzusetzen.
vom 11.05.2026
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(Foto: istock by Getty / AllieT09)
(Foto: istock by Getty / AllieT09)

Wer nur gebannt auf Wal Timmy schaute, verlor vieles andere aus dem Blick: Verlorene oder über Bord geworfene Fangnetze etwa, die Wale, Delfine und andere Meerestiere in allen Meeren gefährden. Die Petition einer Privatperson auf openpetition.de fordert deshalb staatlich finanzierte Bergungsaktionen und höhere Strafen für illegales Entsorgen von Netzen.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 9/2026 vom 15.05.2026, Seite 59
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Die feministische Initiative Pinkstinks aus Hamburg kritisiert die Wal-Aufmerksamkeit grundsätzlicher: Während Tausende Menschen Anteil an dem gestrandeten Wal genommen hätten, seien Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken, sei auf arbeitslose und von Armut betroffene Menschen geschimpft worden. »Unser Mitgefühl ist hochgradig selektiv, aber auch fremdbestimmt, weil im Kapitalismus unsere Gefühle politisch bewirtschaftet werden«, heißt es bei Pinkstinks. Das führe zu emotionaler Erschöpfung, die davon abhalte, gegen Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit aufzustehen.

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