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Namensrecht
Der Doktor muss weg

Franziska Giffey ist nicht die erste Ministerin, die wegen Fehler in der Doktorarbeit zurücktritt. Dabei ist der Doktortitel im Namen anachronistisch und sollte abgeschafft werden.
von Eva-Maria Lerch vom 21.05.2021
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Franziska Giffey (SPD), bisherige Bundesfamilienministerin, steht neben der Entlassungsurkunde, die sie von Bundespräsident Steinmeier erhalten hat. (Foto:pa/Bernd von Jutrczenka)
Franziska Giffey (SPD), bisherige Bundesfamilienministerin, steht neben der Entlassungsurkunde, die sie von Bundespräsident Steinmeier erhalten hat. (Foto:pa/Bernd von Jutrczenka)

Franziska Giffey ist von ihrem Amt als Familienministerin zurückgetreten, weil ihr der Doktortitel aberkannt werden soll. Sie ist beileibe nicht die erste Politikerin, die aus diesem Grund abtritt: Fälschlich erlangte Doktortitel sind inzwischen der häufigste Rücktrittsgrund bei Ministern der Ära Merkel. Nun kann man sich fragen, ob solch unberechtigte Titel nicht eher von den Universitäten zu verantworten sind, die sie allzu leichtfertig vergeben. Und bedauern, dass eine der eindrucksvollsten Persönlichkeiten dieser Regierung ihre Familienpolitik nun nicht mehr fortsetzen kann. Die ständigen Rücktritte wegen unzureichender Doktorarbeiten werfen aber auch die Frage auf, warum akademische Grade überhaupt im Namen geführt werden.

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