Von Armut betroffen
Unter dem Hashtag #IchbinArmutsbetroffen berichten derzeit Menschen auf Twitter, was es heißt, in Deutschland arm zu sein. Eine Mutter schreibt, dass das Geld nicht reicht, um den Kindern eine Wassermelone zu kaufen. Den Kontrolltermin beim Arzt verschiebt eine andere auf den nächsten Monat, weil sie dafür bis zum nächsten Ersten kein Fahrgeld übrig hat. Das sind mutige Offenbarungen, die Armut sichtbar machen. Viele berichten, dass ihnen schon vorgeworfen wurde, einfach faul zu sein und selber schuld. Gestartet wurde die Initiative von der alleinerziehenden Mutter »Finkulasa«. Unter dem Hashtag bestärken sich Betroffene gegenseitig. Etliche vernetzen sich, und es gibt erste Pläne, Demonstrationen zu organisieren oder eine Bewegung zu gründen, um deutlich zu machen, dass Armut kein Randphänomen ist und von Armut Betroffene alles andere als sozial schwach sind.
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