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Die Mütter Mannheims

Die katholischen Frauen jenseits der fünfzig wollen sich nicht mehr einfach unterordnen. »Hartnäckig« fordern sie Diakoninnen – und andere Reformen
von Eva-Maria Lerch vom 05.06.2012
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Sie steht im Eingang des Zeltes, trägt eine knallrote Latzhose, stemmt eine Hand in die Hüfte und ruft: »Wir haben die Hosen an! Wir wollen etwas Neues wagen! Wir sind nicht immer nur lieb und nett!« Etwas verunsichert schauen die Besucher auf das große weiße Zelt am Mannheimer Marktplatz: Tatsächlich, dies ist der Stand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Die Frau in der roten Latzhose heißt Monika Bohn. Sie ist die Vorsitzende des kfd-Diözesanverbandes Freiburg. Drinnen im Zelt wimmeln weitere Frauen in roten Hosen, sie tragen Buttons mit der Aufschrift »laut«, »klug«, »stark« oder »hartnäckig«. In einer Ecke wird aus symbolischen Ziegeln eine neue Kirche gebaut, jede Besucherin kann einen Stein mit ihren Stärken hinzufügen. Am Stehtisch werden Unterschriften für eine bessere Rente für ältere Mütter gesammelt.

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