Frieden im Nahen Osten
Einander begegnen
Layla Alshekh kämpft gewaltfrei für Verständigung zwischen Palästinensern und Israelis. Das war nicht immer so. 16 Jahre lang weigerte sie sich, Israelis zu treffen. Denn ihr Sohn Qusay starb im Alter von sechs Monaten, nachdem er Tränengas eingeatmet hatte und israelische Soldaten die Familie vier Stunden lang an einer Straßensperre aufhielten, als Layla Alshekh ihn ins Krankenhaus bringen wollte. Eine Begegnung im November 2017 veränderte ihr Leben: Da traf sie beim Parents Circle Palästinenser und Israelis, die wie sie um Angehörige trauerten. »Zum ersten Mal fühlte ich, dass wir alle denselben Schmerz hatten, dieselben Tränen.« Eine jüdische Frau sagte zu ihr: »Es tut mir leid, dass mein Volk dir dieses Leid zugefügt hat.« Da geschah etwas in ihr: »Diese einfachen Worte erleuchteten mir einen Weg, den ich mir selbst versperrt hatte.« Seitdem verbreitet sie die Botschaft von Versöhnung und Frieden und engagiert sich gemeinsam mit mehr als 600 jüdischen und palästinensischen Familien im 1995 gegründeten Parents Circle. Sie erzählen sich ihre Geschichten und sprechen vor Schulklassen.
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