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Editorial
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vom 24.06.2016
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»Angst essen Seele auf« heißt ein legendärer Film von Rainer Werner Fassbinder, der Anfang der 1970er-Jahre international für Furore sorgte. Wie subtil Fassbinder damals die Mechanismen der Angst gegenüber dem Fremden in Szene setzte, ist von beklemmender Aktualität – auch wenn sich die politische Situation geändert hat. Der islamistische Terror hält die Welt in Atem und xenophobe Parteien und Rechtspopulisten in allen Ländern Europas schlagen daraus Kapital. Sie verquicken die Angst vor dem Fremden mit Ausgrenzung und völkischem Denken. »Schenkt ihnen nicht eure Angst!«, fordert deshalb Britta Baas (ab Seite 12). Sie setzt sich mit der Verführungskraft dieser Bewegungen analytisch und politisch auseinander. Andrea Teupke beschreibt im Hauptkommentar, wie der Terror unsere Gesellschaft verändert (Seite 10). Wie man sich dem Hass verweigert, auch wenn man selbst brutal getroffen wird, demonstriert Antoine Leiris. Der Radiojournalist verlor seine Frau bei den Anschlägen von Paris, aber er schwört sich: »Meinen Hass bekommt ihr nicht« (Seite 6).

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