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Schenkt ihnen nicht eure Angst!

Rechte Populisten spielen mit der Furcht vor dem Fremden. Und allzu viele spielen mit. Wie kommt man aus dieser Falle wieder heraus?
von Britta Baas vom 24.06.2016
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Es gibt immer mehr Menschen, für die ist das Leben eine Rolltreppe abwärts. Aus der Arbeit auf einer festen Stelle mit Kündigungsschutz ist ein Zeitarbeitsverhältnis geworden; Phasen der Arbeitslosigkeit inklusive. Die Familie hält nicht mehr zusammen, die Freunde haben sich auseinandergelebt. Jeder macht seins, und keiner versteht so richtig, was der andere tut. Manchmal trifft man jemanden, zufällig, auf der Straße oder beim Bäcker. Aber was er denkt, was ihm wichtig ist, welche Zukunftspläne er hat? Besser nicht fragen! Denn dann müsste man damit rechnen, auch selbst etwas gefragt zu werden. Was sollte man antworten? Nichts ist mehr so, wie es früher war? Ich habe Angst vor der Welt da draußen? Vor den anderen, vor den Fremden, die anders leben als ich? Die so vieles verändern, das mir einmal vertraut war? Vor dem Terror, den ich abends im Fernsehen sehe, dessen scheinbare Alltäglichkeit mir unheimlich wird? Vor dem Verlust meiner Heimat? Vor dem Verschwinden meines Alltags, wie er einmal war und nie wieder zu werden scheint? Davor, dass ich nicht bestehen kann in dieser Welt, die direkt vor meiner Haustür beginnt?

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