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Erbsünde Rassismus

Christliche Theologie hat sich zu oft zum verlängerten Arm des Rassismus gemacht. Schwarze Befreiungstheologie klagt das an und stärkt Schwarze Perspektiven auf Bibel, Erlösung und das Kreuz
von Dominik Gautier vom 26.06.2020
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»Raise Up«: Das Foto zeigt einen Teil des »National Memorial for Justice and Peace« in Montgomery (USA), ein Denkmal zu Ehren der Tausenden von Menschen, die durch Lynching ermordet wurden. (Foto: pa/AP/Brynn Anderson)
»Raise Up«: Das Foto zeigt einen Teil des »National Memorial for Justice and Peace« in Montgomery (USA), ein Denkmal zu Ehren der Tausenden von Menschen, die durch Lynching ermordet wurden. (Foto: pa/AP/Brynn Anderson)

Die wichtigste Frage ist nicht, wer George Floyd getötet hat, sondern was ihn getötet hat, betont Kelly Brown-Douglas. Ihre Antwort: Eine sich christlich nennende Kultur der weißen Vorherrschaft. Kelly Brown-Douglas ist Professorin am Union Theological Seminary in New York und gehört zu den bekanntesten Vertreterinnen Schwarzer Theologie in den USA. Nicht nur für sie spiegelt sich in der Ermordung George Floyds am 25. Mai die über 400 Jahre alte Erbsünde ihres Landes: Rassismus. Seit der Entstehung der USA scheint er sich wie ein roter Faden durch ihre Geschichte zu ziehen – in Form der Sklaverei, der Lynchmorde und der sogenannten Rassentrennung sowie in Gestalt der Masseninhaftierung Schwarzer in den privatwirtschaftlichen Gefängnissen und der ständigen Verdächtigung und Gewalt, der Schwarze durch die Polizei ausgesetzt sind. Warum hält sich diese Gewaltstruktur so hartnäckig? Was kann christliche Theologie tun, um sie zu brechen?

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