Erbsünde Rassismus
Die wichtigste Frage ist nicht, wer George Floyd getötet hat, sondern was ihn getötet hat, betont Kelly Brown-Douglas. Ihre Antwort: Eine sich christlich nennende Kultur der weißen Vorherrschaft. Kelly Brown-Douglas ist Professorin am Union Theological Seminary in New York und gehört zu den bekanntesten Vertreterinnen Schwarzer Theologie in den USA. Nicht nur für sie spiegelt sich in der Ermordung George Floyds am 25. Mai die über 400 Jahre alte Erbsünde ihres Landes: Rassismus. Seit der Entstehung der USA scheint er sich wie ein roter Faden durch ihre Geschichte zu ziehen – in Form der Sklaverei, der Lynchmorde und der sogenannten Rassentrennung sowie in Gestalt der Masseninhaftierung Schwarzer in den privatwirtschaftlichen Gefängnissen und der ständigen Verdächtigung und Gewalt, der Schwarze durch die Polizei ausgesetzt sind. Warum hält sich diese Gewaltstruktur so hartnäckig? Was kann christliche Theologie tun, um sie zu brechen?
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