Gottesfragen
Er hat alles wieder gutgemacht
»Sind die Wundergeschichten im Neuen Testament Märchen oder liegt ihnen ein rationales Fundament zugrunde?«, fragt unsere Leserin Maria Auer
»Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind«, heißt es bei Goethe. Doch in einer Welt, die geprägt ist von Naturwissenschaft und Technik, wird das Wunder zum Sorgenkind des Glaubens. Was soll man anfangen mit der Erzählung von der Heilung des blinden Bartimäus? Kann Jesus auf Zuruf eine zerstörte Netzhaut reparieren? (Markusevangelium 10,46-52) Wie hat man sich die Heilung des Taubstummen (Mk 7,31-37) oder der blutflüssigen Frau vorzustellen? (Mk 5,25-34) Wie die verschiedenen Arten von Dämonenaustreibung – von den großen Naturwundern wie Jesu Gang auf dem Wasser, der Sturmstillung, dem wunderbaren Fischfang, der Brotvermehrung oder dem Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana gar nicht erst zu reden. Sind die neutestamentlichen Wundergeschichten Märchen, vergleichbar den Grimmschen Märchen vom »Tischlein-deck-dich« oder dem Sterntalerkind? Ist ihr Wahrheitsgehalt »nur« symbolischer Art? Oder haben sie einen Anhalt in der Wirklichkeit?
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Joachim Negel, geboren 1962,ist Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Fribourg (Schweiz). Wenn Sie eine Gottesfrage an ihn stellen wollen: [email protected],Betreff: Gottesfragen.
