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Kunst & Politik
Kunst, die Gerechtigkeit will

Beweisstücke oder Kunst? Das Recherchekollektiv »Forensic Architecture« zeigt im Frankfurter Kunstverein neue Arbeiten zu dem rassistischen Attentat in Hanau und dem Fall Oury Jalloh. Es deckt Behördenversagen auf. Und nimmt auch die Stimmen der Angehörigen ernst.
von Anne Strotmann vom 28.06.2022
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Fenster zur Öffentlichkeit: Angehörige erzählen in Videos ihre Geschichten (Foto: Pressefoto Frankfurter Kunstverein)
Fenster zur Öffentlichkeit: Angehörige erzählen in Videos ihre Geschichten (Foto: Pressefoto Frankfurter Kunstverein)

Die Wahrheit steckt in diesem Raum«, sagt Niculescu Păun und deutet auf die Arbeiten, Tafeln und Bildschirme der Ausstellung »Three Doors« im Frankfurter Kunstverein. Sein einziger Sohn, Vili Viorel, wurde am 14. Februar 2020 von einem rassistischen Attentäter erschossen. Mehrmals hatte Vili den Notruf gewählt, während er den Täter mit dem Auto verfolgte. Der hatte zuvor schon auf sein Auto geschossen. Er kam nicht durch. »Für meinen Sohn war die Polizei nicht da«, sagt der Vater. Er glaubt, dass sein Sohn andernfalls noch leben könnte und vielleicht auch fünf weitere Opfer. Die Staatsanwaltschaft hält das nicht für plausibel. Ein Ermittlungsverfahren gab es nicht. Dies ist bei Weitem nicht die einzige offene Frage zu dieser Nacht. Niculescu Păun sagt, die Staatsanwaltschaft möge diese Ausstellung besuchen und sich »richtig informieren«.

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Schlagwörter: Gerechtigkeit Kunst
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