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Urlaub mit der Familie
Endlich All-inclusive!

Unsere Kolumnistin fragt sich, ob wir das Prinzip Familienurlaub völlig missverstehen. Muss es der Museumsbesuch unbedingt dabei sein, wenn es um Entspannung geht?
vom 03.07.2023
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Teil des Familienurlaubs ist die nagende Angst, in der Erziehung total versagt zu haben. (Illustration: istockphoto/TatianaDavidova)
Teil des Familienurlaubs ist die nagende Angst, in der Erziehung total versagt zu haben. (Illustration: istockphoto/TatianaDavidova)

Im Urlaub, heißt es, findet die Familie zu sich selbst. Das kann ich aus langjähriger Erfahrung nur bestätigen. Bald ist es wieder so weit: Fahrräder werden mit komplizierten Vorrichtungen auf Autodächer geschnürt, im Stau Richtung Nordsee trällern die wohlbekannten Stimmen der Hörspiel-Pferdemädchen Bibi und Tina aus heruntergelassenen Fenstern, die »McDonald’s-nur-in-Extremsituationen«-Regel wird kurzfristig ausgesetzt. Denn Pausen mit mehreren Kindern an Autobahnraststätten sind Extremsituationen. In den 1980er-Jahren gab es den amerikanischen Burgerbräter zwar nur in ausgewählten Fußgängerzonen, und meine Eltern hätten nie einen Fuß hineingesetzt, aber dafür bekamen wir an jeder Autobahnraststätte auf der Fahrt nach Dänemark Schnitzel, Pommes und Fanta. Allein dafür verdiente jeder Familienurlaub aus meiner Kindersicht das Prädikat »großartig«. Ob das meine Eltern genauso sahen? Ich muss bei Gelegenheit mal fragen.

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Schlagwörter: Erziehung Familie Gewissen Urlaub
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