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Naher Osten
Eine Taufe, zwei Pilgerziele: Wo ist Jesus in den Jordan gestiegen?

Jordanien zeigt Pilgern die Stelle, an der Jesus getauft worden sein soll – mitten im Nahostkonflikt. Denn am Ufer gegenüber liegt das Westjordanland, heute unter israelischer Besatzung. Dort gibt es einen eigenen Tauf-Gedenkort.
von Simon Berninger vom 29.06.2025
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Überzeugte Jordanier: Direktor Rustom Mkhjian und Weihbischof Iyad Twal. (Foto: Simon Berninger)
Überzeugte Jordanier: Direktor Rustom Mkhjian und Weihbischof Iyad Twal. (Foto: Simon Berninger)

Hoch wächst das Schilfrohr mitten aus dem Jordan heraus. Für die Pilger, die, einer nach dem anderen, vom Ufer in den Fluss hinabsteigen, sieht die Wasserbegrünung aus wie eine idyllische Kulisse. Sie hat aber (auch) einen anderen Zweck: Wie ein Vorhang schirmt das Schilf den Blick zum gegenüberliegenden Ufer ab. Dort ist nicht mehr Jordanien; dort ist das Westjordanland. Es steht unter israelischer Besatzung: mit jüdischen Siedlern und Soldaten, die die angestammten Palästinenser zunehmend aus dem Gebiet vertreiben – zum Beispiel herüber nach Jordanien. Laut Angaben der Regierung in Amman leben inzwischen mehr als zwei Millionen palästinensische Flüchtlinge in dem haschemitischen Königreich; ein Großteil kommt inzwischen aus dem vergleichsweise fernen Gazastreifen.

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