Im Bilde
Namensfest in Gambia
Beim gemeinsamen Essen am Abend des Familienfestes sitzen in Gambia Männer und Kinder getrennt von den Frauen. Sie sind bereits am Morgen zusammengekommen, um die Zeremonie der Namensgebung zu feiern. In dem westafrikanischen, hauptsächlich muslimisch geprägten Land findet diese Zeremonie genau eine Woche nach der Geburt eines Kindes statt, meistens unter freiem Himmel. Mit einer Klinge wird eine Locke aus dem Haar des Neugeborenen geschnitten und sein Kopf mit etwas Wasser begossen. Der Imam zitiert Verse aus dem Koran und flüstert dem Baby seinen bis dahin geheim gehaltenen Namen ins Ohr. Anschließend wird der Name laut verkündet, etwa durch einen Lobsänger, Jali genannt. Danach wird mit Verwandten und Freunden gefeiert.
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