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Impf-Pflicht strittig

vom 05.07.2019
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Der Deutsche Ethikrat lehnt eine allgemeine Impfpflicht ab, fordert aber Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquoten. Der Vorsitzende Peter Dabrock warnte, eine Impfpflicht berge die Gefahr, die Ablehnung in der Bevölkerung zu steigern. Eine Impfpflicht empfiehlt der Ethikrat allein für das Personal im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen, weil für Ärzte, Lehrer und Pflegekräfte die Ansteckungsgefahr höher ist. Diese müsse durchgesetzt werden, auch mit einem Beschäftigungsverbot. Für Klein- und Schulkinder lasse sich eine Impfpflicht hingegen nicht rechtfertigen, weil in dieser Gruppe die Impfquoten am höchsten seien. Damit widerspricht der Ethikrat der Linie von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der will eine Verpflichtung zur Masern-Schutzimpfung für Kita- und Schulkinder durchsetzen. Ungeimpfte Kleinkinder sollen keine Kita besuchen dürfen, Eltern von Schulkindern sollen Bußgelder bis 2500 Euro zahlen. Der Ethikrat ist nur in Ausnahmefällen für den Ausschluss aus Bildungs- und Erziehungseinrichtungen. Bußgelder lehnt er ab.

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