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Streitfragen zur Zukunft Den Ländern die Hoheit in der Bildung nehmen?

Leserstimmen Die Beiträge von Robert Rauh und Winfried Kretschmann erhielten Zuspruch und Kritik
vom 05.07.2019
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Entscheidend in Bildungsfragen ist die Qualität: Unsere Schüler sollen möglichst gut lesen, rechnen und schreiben lernen – in mancherlei Sprachen und auf immer höheren Levels. Das Problem: Da gibt es anspruchsvolle Bildungsländer und auf der anderen Seite Billigländer, deren Schüler weitaus weniger können als die in den Musterländern. Und manche Kultusministerien springen schnell auf fragwürdige pädagogische Moden auf, während andere – mit Erfolg – sich lieber ans Bewährte halten. Wer garantiert denn, dass eine Vereinheitlichung nicht mit einer allgemeinen Niveausenkung einhergeht? Sollen Länder wie Bayern oder Sachsen um der Bundeseinheitlichkeit willen sich mit weniger Anspruch begnügen und sich den Schlusslichtern Berlin oder Bremen annähern? Die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Robert Rauh fordert, wird so nicht abgesichert. Und Fehlentwicklungen wie das achtjährige Gymnasium oder die Kompetenzideologie lassen sich föderal leichter korrigieren als von einem bundeszentralen Bildungsforum oder -ministerium. Günther Hoffmann, Nürnberg

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