Robert Barron
Ein Medienprofi – und neuer Kirchenlehrer?
Das katholische Milieu in Münster streitet in diesem Sommer über einen amerikanischen Geistlichen: Robert Barron, Bischof einer Diözese im Mittleren Westen der USA, soll den Preis der Josef-Pieper-Stiftung erhalten. Die Stiftung ist eine Münsteraner Institution; ihre Entscheidung hat schon im Frühjahr für Kritik gesorgt. Denn Barron gilt vielen als reaktionärer Trump-Freund und als gefährlich erfolgreicher Medienprediger. Sie sehen in der Auszeichnung ein Zeichen dafür, dass der Katholizismus nach rechts driftet. In den USA ohnehin, und zunehmend auch in Deutschland, wo rechte Positionen in der Mehrheitsgesellschaft mehr und mehr normalisiert werden. Andere finden die Kritik überzogen, entstanden aus Halbwissen über Barrons Wirken und der Lust auf schnelle Skandalisierung. Eine echte Kontroverse oder vor allem Alarmismus einer linkskatholischen Bubble?
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