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Aufgefallen
Der Wanderer

Kemal Kilicdaroglu, türkischer Oppositionsführer, war lange eher kleinlaut. Jetzt forderte er Erdogan mit einem »Marsch für Gerechtigkeit« heraus
von Thomas Seiterich vom 21.07.2017
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Als Kemal Kilicdaroglu in der gleißenden Mittagssonne des 7. Juli an der Grenze der 16-Millionen-Stadt Istanbul steht, lässt er weiße Tauben fliegen. Mit einer Botschaft des Friedens soll die Protestaktion zu Ende gehen, mit der Kilicdaroglu, der Chef der größten türkischen Oppositionspartei CHP, die autoritäre Herrschaft des islamisch-nationalistischen Recep Tayyip Erdogan herausgefordert hat. Es ist für den 68-jährigen Kilicdaroglu Tag 23 seines Fußmarsches. Er war 430 Kilometer weiter östlich, in der Hauptstadt Ankara, losgelaufen mit dem Satz: »Ich werde gehen, bis es Gerechtigkeit in der Türkei gibt.«

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