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Tibet
Was bleibt, wenn der Dalai Lama geht?

Für viele Tibeter ist der Dalai Lama mehr als nur religiöses Oberhaupt: Er steht für Hoffnung und Selbstbestimmung. Mit seinem 90. Geburtstag ist die hitzige Debatte um seine Nachfolge erneut entfacht. China will mitbestimmen.
von Natalie Mayroth vom 16.07.2025
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Blumenkränze, Gebetsschals und Begeisterung für den Jubilar in Dharamsala. (Foto:  Mayroth)
Blumenkränze, Gebetsschals und Begeisterung für den Jubilar in Dharamsala. (Foto: Mayroth)

Es ist ein regnerischer Sonntag. Frühmorgens hüllt der Monsunregen das nordindische Dharamsala in seinen Dunst. Doch mit der steigenden Sonne klart der Himmel auf. Die Stimmung unter den Gästen aus nah und fern ist festlich: Im sonst schlichten Tsuglagkhang-Tempel am Fuße des Himalaya sitzen und stehen Menschen dicht an dicht. Den Weg zum Sakralbau haben sie mit Tibet-Flaggen geschmückt; das Innere ist mit gelben und orangen Ringelblumengirlanden dekoriert. Einige halten den Khata, den traditionellen Gebetsschal, auf gefalteten Händen. Andere tragen bestickte Trachten mit Schärpen und aufwendigen Hüten. Während sich Kehlkopfgesang, Tanz und Jubel abwechseln, warten sie alle auf eine Person: den Dalai Lama. Schon am Vortag haben sie im Tempel gebetet, er möge lange leben.

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Schlagwörter: China Dalai Lama Peking Tibet
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