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Aufgefallen
Eine Frau will Wandel

Sie hat eine manipulierte Wahl verloren und Mut gezeigt: Swetlana Tichanowskaja trat in Weißrussland gegen das Regime Lukaschenko an.
von Alexander Schwabe vom 11.08.2020
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»Ich bin es leid, Angst zu haben: Swetlana Tichanowskaja (Foto: pa/ap/Sergei Grits)
»Ich bin es leid, Angst zu haben: Swetlana Tichanowskaja (Foto: pa/ap/Sergei Grits)

Zehntausende waren in Minsk eine Woche vor der Präsidentschaftswahl zu einer Veranstaltung der Opposition zusammengekommen. Swetlana Tichanowskaja betritt die Bühne, Luftschlangen werden geblasen, es regnet Konfetti, ein kleiner Knallkörper explodiert. Tichanowskaja zuckt zusammen, hält sich erschrocken die Hand auf den Brustkorb. Der Schreck scheint rasch vorüber. Ist er das wirklich? Glaubt man der 37-jährigen Hoffnungsträgerin der Opposition, so sitzt ihr in den Tagen vor der Wahl vom 9. August die Angst im Nacken. Ihre Kinder hält sie versteckt, nachdem sie bedroht worden waren. Ihren Mann, den in Weißrussland bekannten Blogger Sergej Tichanowski, hat das Regime von Präsident Alexander Lukaschenko ins Gefängnis gesteckt. Einige führende Oppositionelle sind ebenso inhaftiert, andere wurden zur Wahl nicht zugelassen. Geblieben ist sie. Sie hat die Rolle ihres Mannes übernommen.

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Schlagwörter: Angst Frau Lukaschenko Wahl
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