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Flutkatastrophe
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Was sagt man dem Mann, dessen Freundin in der Flut ertrunken ist? Was tröstet, was hilft? Unterwegs mit einem Seelsorgeteam im Katastrophengebiet rund um Ahrweiler.
von Matthias Drobinski vom 04.08.2021
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Paar in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Foto: © The New York Times/Redux/laif)
Paar in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Foto: © The New York Times/Redux/laif)

Auf einmal war das Wasser da. Mitten in der Nacht. Der Strom war weg und das Mobilfunknetz. Jörg Meyrer leuchtete mit seiner funzeligen Taschenlampe aus dem Fenster im ersten Stock, fassungslos staunend. Die Laurentiuskirche von Ahrweiler stand inmitten der dunklen Flut; noch nie in den 750 Jahren ihrer Existenz war die Ahr bis dorthin gekommen. Jetzt aber stieg der Fluss die Stufen zum Pfarrhaus hinauf, strömte durch Flur und Pfarrbüro, füllte den Keller, sprudelte durch die Hintertür in den Garten. Die Nacht war voller Lärm. Mülltonnen schlugen aneinander und gegen Hauswände. Im Morgenlicht dann sah er unten am Marktplatz die Frau, die sich mit letzter Kraft an einen Laternenpfahl klammerte, hörte die Nachbarin hinüberschreien: Nicht loslassen! Das Boot der Feuerwehr rauschte heran. Pfarrer Meyrer begriff: Das Leben im Ahrtal wird nicht mehr sein, wie es war.

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