Was wollte ich noch mal?
In seiner konzeptionellen Fotoserie »Synkope«, dem medizinischen Ausdruck für Ohnmacht, erkundet der Hamburger Fotokünstler Seb Agnew, wie schwer es bisweilen sein kann, sich in einer Welt voller Reize und Ablenkungen zu fokussieren. Auf die Idee kam er, als ihm eines Morgens auffiel, dass er dabei war, sein Frühstücksei über dem Mülleimer aufzuschlagen statt über der Bratpfanne. Die Konzentration und gleichzeitige Geistesabwesenheit, die er in diesem Augenblick empfand, dienten ihm als Sinnbild für viele ähnliche Situationen, die er selbst erlebt oder bei anderen beobachtet hatte. In seiner Serie interpretiert er dieses Gefühl von Orientierungslosigkeit, gefolgt von Selbstreflexion, in Form von metaphorisch-symbolischen, inszenierten Fotografien, in denen er gewöhnliche Orte wie eine Küche in traumähnliche Schauplätze verwandelt, die die Surrealität eines solchen Moments widerspiegeln.
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