Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
»Sie müssen Ihrem Kind zum Übergang in die weiterführende Schule kein Handy schenken«, sagte die Schulleiterin eines Gymnasiums jüngst bei einem Informationsabend, wissend, dass es eine Illusion ist. 80 Prozent aller Fünftklässler besitzen ein eigenes Handy. Der Gruppendruck ist enorm, die Kommunikation ändert sich – und die Herausforderungen, vor der Schulen angesichts der digitalen Entwicklung stehen, sind gewaltig. In seinem Beitrag »Sprich mit mir« beschreibt der langjährige Schulleiter und Jesuit Klaus Mertes, worauf es bei der Vermittlung von Bildung ankommt und wie eine postdigitale Schule aussehen könnte (ab Seite 28). Er ist überzeugt: »Analoge Beziehungen gewinnen in dem Maße an Bedeutung, wie digitale Medien mehr und mehr alle unsere Lebensbereiche irreversibel prägen.«
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Michael Schromist Leiter des Ressorts »Religion und Kirchen«.

