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Aufgefallen
Soziologin der Gefühle

Eva Illouz wurde mit einem Ansatz aus der Frauenbewegung zur Ikone der Linken. Seit dem 7. Oktober ist die Beziehung kompliziert.
von Constantin Wißmann vom 25.08.2025
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Die israelisch-französische Soziologin Eva Illouz. (Foto: Piero Oliosi/Polaris/laif)
Die israelisch-französische Soziologin Eva Illouz. (Foto: Piero Oliosi/Polaris/laif)

Warum leiden wir Menschen, selbst dann, wenn wir genug zu essen haben und uns keine Krankheit plagt? Dies ist vielleicht die Hauptfrage in der Soziologie. Nur untersuchen die meisten Soziologen dafür Faktoren von außen, etwa Ungleichheit oder Diskriminierung. Die Frage nach dem Inneren, die intimen Nöte überlassen sie oft der Psychologie, der Philosophie oder der Kunst. Die große Ausnahme bildet die israelisch-französische Soziologin Eva Illouz. Das Politische ist privat und umgekehrt – wohl kaum jemand in ihrem Feld verfolgt den Ansatz der Frauenbewegung aus den 1960er-Jahren so radikal wie sie. »Soziologie muss zwingend die Emotionen erforschen, die die Verletzlichkeit des Selbst unter den Bedingungen der Spätmoderne widerspiegeln, eine Verletzlichkeit, die zugleich institutionell und emotional ist«, schrieb sie 2012. Spätestens seit ihrem Bestseller »Warum Liebe weh tut« ist sie mit dieser Sichtweise zu einer der bekanntesten und einflussreichsten Intellektuellen der Welt geworden. Sie lehrt an mehreren Universitäten und wurde mit akademischen Auszeichnungen geradezu überschüttet.

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Schlagwörter: Feminismus Gesellschaft Israel
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