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Leserbrief
Ängste nehmen

vom 10.09.2024
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Zu: »Der Weg zur eigenen Entscheidung« (15/2024, Seite 32-36)

Als Vorsitzender von Frauenwürde Neuwied darf ich Judith Bauer zu dem fundierten Beitrag gratulieren. Die beschriebenen Bewertungen der Betroffenen erleben unsere Beraterinnen jede Woche. Die Beraterinnen berichten von großer Unsicherheit und Befürchtungen hinsichtlich dessen, was die Frauen und Mädchen bei der »Zwangsberatung« erwartet. Soll hier vielleicht abgewogen werden, ob die Gründe für den Schwangerschaftskonflikt ausreichen? Werden sie bewertet? Muss die Frau befürchten, dass die Beraterin versucht, sie zur »Umkehr« zu bewegen oder ihre Schuldgefühle zu verdoppeln? Werden ihr moralische Vorhaltungen gemacht? Unsere Beraterinnen halten die bisherige Art der Beratung durchaus für sinnvoll und hilfreich, wie ihnen vielfach von Klientinnen nach der Beratung bestätigt wird. Nur müsste man ihnen die angesprochenen Ängste bereits bei der Anmeldung nehmen, klarstellen, dass es um eine Hilfestellung geht, und klar kommunizieren, dass ihnen der Beratungsschein zusteht – ohne Wenn und Aber.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 17/2024 vom 13.09.2024, Seite 62
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Hanspeter Schladt, Neuwied

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